2017 11 Youth ChallengeEnde Oktober fegte das Sturmtief Grischa über Österreich. Naturgemäß fegte es auch übers Mostviertel und bedrohte das vom IRC Weistrach organisierte Saisonfinale auf Gut Pöllndorf. Durch einen taktischen Schachzug gelang es, das für zwei Tage angesetzte Turnier zu retten.

Am Samstag, dem 28. Oktober, wurden die meisten Bewerbe durchgezogen, da sich der Sturm am Sonntag zum Orkan aufbauen sollte. Reiterinnen und Reiter trotzten dem stürmischen Wind und lieferten schöne Vorstellungen auf der Passbahn, auf der Ovalbahn und in der Halle.

Das restliche Programm wurde auf Mittwoch verschoben.  Denn am Sonntag tobte wie angekündigt der Orkan. Schon am Vorabend wurde sicherheitshalber das Boxenzelt geräumt. Denn dieses hatte keine Chance gegen Grischa und zerfiel in seine Bestandteile. Im nahen Enns sind Windgeschwindigkeiten von 140 km/h gemessen worden.

Weit mehr als 100 Teilnehmer zeigten bei diesem Turnier, das auch bei den Sponsoren großes Interesse hervorgerufen hat, ihr Können. Für jeden war etwas dabei, für die Reitschüler, die erfahrenen Turnierreiter des IRC und für die Gäste, die beispielsweise aus Tirol und der Steiermark anreisten. Um die Hemmschwelle beim rasanten Rennpass etwas zu verkleinern, wurde erstmals der sogenannte Easy Speedpass ausgetragen. Benannt ist dieser nach Sponsor Easy Force, der Pferdefutterfirma des erfolgreichen WM-Passreiters Rutger Bonten. Anstatt 100 waren bei dieser Übung für Einsteiger nur 70 Meter im fliegenden Pass zurückzulegen. Die Passrennen fielen leider dem Sturm zum Opfer.

Es gab jede Menge Sachpreise zu gewinnen. Im Rahmen des Saisonfinale fand  erstmals die Youth Challenge für Unter-18-Jährige statt, die das Zeug hat, zu einem Klassiker in der Islandpferdeszene zu werden. Romy Pölz ging aus der aus verschiedenen Bewerben zusammengesetzten Challenge als Siegerin hervor und gewann den Hauptpreis, einen Sattel von 3S.

Eine Innovation stellte auch der Teambewerb dar, vor allem bereitete er den Teilnehmern bei allem Ehrgeiz einen großen Spaß. Jede Reiterin, jeder Reiter, hatte einen der fünf Gangarten des Islandpferdes, so schnell wie möglich zu absolvieren, also Schritt, Tölt, Trab, Galopp und Pass. Zudem hatte die/der Sportlichste jedes Teams 70 Meter zu laufen. Die Zeiten wurden zusammengezählt, für Taktfehler gab’s Strafsekunden. Spannend waren auch die Geschicklichkeitsprüfungen. Und einen Augenschmaus lieferte der Kostümritt mit fantasievoll verkleideten Vier- und Zweibeinern. Den gewannen übrigens Niki Lauda auf Ferrari und James Hunt auf McLaren in Anlehnung an den Film Rush.

Fotos von Sandra Unden zum Download - DANKE Sandra!

In der Galerie gibts noch einige Impressionen vom Ersatz-Turniertag von Gerhard - Danke!